Hean-Jung Lee

'Schattenspiel'
2004

Ein Raum wurde durch Rückprojektionsfolie in zwei Räume geteilt. Ein Schattenfilm wurde auf die Projektionsfolie in der Mitte des Raumes projeziert. Im Film spielt eine Violinistin ihre Geige in verschiedenen Schattenräumen, welche manchmal an Wohnräume erinnern; manchmal aber tauchen Elemente auf, die nicht ganz in der Realität angeordnet werden können.
Wenn Betrachter den Raum betreten laufen sie unweigerlich in die Projektion, tauchen ihre Schatten auf der Film-Projektionsfläche innerhalb des Schattenfilms auf, so daß sie sich als Schatten in einer Schattenwelt befinden.

Bei der Ausstellungseröffnung wurde eine Performance durchgeführt.
Eine schwarz bemalte und gekleidete Performerin, die am Anfang unbemerkbar flach auf dem schwarzen Boden lag, richtete sich im Laufe des Films langsam auf, schritt, eine lange Schleppe wie einen Berg hinter sich herziehend die Leinwand entlang und verschwand wieder. In Abständen tauchte sie immer wieder auf.
Die drei schwarzen Figuren, die Violinistin im Film, die Performerin und ihr Schatten mischten sich innerhalb des Raums und des Films.